Volt-Fraktion Karlsruhe
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Pressemitteilung: Volt-Fraktion für mehr Gerechtigkeit bei der Kitazuschussregelung

27.07.2026
Ruby Morgan Voigt

Karlsruhe, 27. Juli 2026 – Ab September zahlen Karlsruher Familien mit mehreren Kita-Kindern deutlich mehr: Die zweite Stufe des Abbaus der Geschwisterkindregelung tritt in Kraft. Die Volt-Fraktion Karlsruhe macht auf die Folgen aufmerksam, fordert eine grundlegende Reform des Zuschusssystems – und stellt Familien ab sofort ein kostenloses Tool zur Verfügung, mit dem sie ihren möglichen Anspruch auf städtische Unterstützung prüfen können.

Das Problem: Klippen statt fairer Staffelung

Im bestehenden System der wirtschaftlichen Jugendhilfe entscheiden wenige Euro Einkommensunterschied über hunderte Euro Kita-Kosten. An den Stufengrenzen des Zuschusssystems entstehen sogenannte Klippen: Überschreitet eine Familie eine Einkommensgrenze nur knapp, verliert sie den vollen Zuschuss auf einen Schlag.

Ein Beispiel aus der Analyse der Volt-Fraktion: Zwei Familien in nahezu identischer Lebenslage unterscheiden sich um gerade einmal 50 Euro monatliches Nettoeinkommen. Am Ende des Monats hat die Familie mit dem höheren Einkommen dennoch 406 Euro weniger zur Verfügung – weil sie durch die Gehaltserhöhung eine Zuschussstufe verliert. Solche Fehlanreize führen laut Volt-Fraktion in der Praxis dazu, dass Eltern – überwiegend Frauen – bewusst auf Gehaltserhöhungen oder Überstunden verzichten, um zuschussberechtigt zu bleiben.

„Wer für eine Gehaltserhöhung am Ende weniger Geld auf dem Konto hat, dem stimmt etwas nicht im System“, sagt Kiên Nguyen, Mitglied der Volt-Fraktion Karlsruhe. „Wir haben uns die Zahlen genau angeschaut und ein ausführliches Positionspapier vorgelegt, das zeigt, wie sich diese Klippen beseitigen lassen – ohne dass es die Stadt am Ende teurer kommt.“

In ihrem Positionspapier fordert die Volt-Fraktion unter anderem zwei zusätzliche Zwischenstufen im Zuschusssystem, eine vereinfachte Einkommensprüfung auf Basis vorhandener Dokumente, mehrjährige statt jährliche Bewilligungen sowie ein digitales, mehrsprachiges Antragsverfahren. Langfristiges Ziel der Fraktion ist ein einkommensgestaffeltes Gebührenmodell, das die Klippen vollständig auflöst.

Das vollständige Positionspapier ist abrufbar unter: volt-ka.de/downloads

Sofort-Hilfe: Der Kita-Zuschussrechner

Bis eine strukturelle Reform beschlossen ist, will die Volt-Fraktion Familien schon jetzt Orientierung geben. Denn viele wissen gar nicht, dass die Stadt sie bei den Kita-Kosten unterstützen kann – und der bestehende Antragsweg ist aufwendig: zahlreiche Belege, ein Online-Formular, monatelange Wartezeit auf einen Bescheid, ohne vorher zu wissen, ob überhaupt ein Anspruch besteht.

Mit dem neuen Kita-Zuschussrechner der Volt-Fraktion können Familien in wenigen Minuten herausfinden, ob sich der Aufwand lohnt. Nutzer:innen geben Angaben wie Haushaltsgröße, Einkommen und Ausgaben ein und erhalten sofort eine unverbindliche Schätzung, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf einen städtischen Zuschuss bestehen könnte.

„Als junge Familie fühlt man sich bei diesem Thema oft allein gelassen. Bis die Stadt das System reformiert, wollen wir wenigstens für Klarheit sorgen“, sagt Kiên Nguyen, Mitglied der Volt-Fraktion Karlsruhe. „Mit dem Rechner bekommen Familien in wenigen Minuten eine erste Einschätzung – kostenlos und ohne Anmeldung.“

Der Rechner ist abrufbar unter: volt-ka.de/kita-rechner

Über Volt Karlsruhe

Volt Karlsruhe steht für eine Politik, die nach vorne denkt: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung und mehr Bürgerinnenbeteiligung sind unsere Themen. Seit 2024 gestalten wir mit drei Stadträtinnen die Zukunft von Karlsruhe.

Tags

#Familien #Kitas #Gebühren

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