| Kategorie | Details |
|---|---|
| Seite im HH-Plan | S. 251 |
| Teilhaushalt | 5000 |
| Ergebnishaushalt | 1114-500 Integrationsförderung |
| Finanzhaushalt | - |
Änderungen und neue Mittelanmeldungen
| Art | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 | 2030 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erhöhung/Reduzierung Erträge, Aufwendungen, Ein- oder Auszahlungen | - | - | - | - | - |
Antrag
Die Verwaltung wird beauftragt, die digitale Integrationsplattform AniKa („Ankommen in Karlsruhe") gezielt zur Förderung wirtschaftlichen Integration weiterzuentwickeln.
Dabei soll insbesondere geprüft und umgesetzt werden:
- Bündelung und Auffindbarkeit von arbeitsrelevanten Informationen
- Wie die auf AniKa bereitgestellten Inhalte zu den Themen Arbeit, Qualifizierung und Beschäftigung klarer strukturiert, gebündelt und für Nutzer*innen leichter auffindbar gestaltet werden können.
- Kooperation mit lokalen Akteuren
- Wie die Zusammenarbeit mit zentralen Partnern - insbesondere dem Jobcenter, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der TechnologieRegion Karlsruhe, dem CyberForum sowie der MitMachZentrale - durch Verlinkungen, Informationsbeiträge und gemeinsame Kommunikationsmaßnahmen auf AniKa gestärkt werden kann.
- Öffentlichkeitsarbeit und Reichweite
- Wie die Plattform gezielt beworben werden kann, um ihre Sichtbarkeit und Nutzung insbesondere unter neu zugewanderten Menschen in Karlsruhe zu erhöhen.
Begründung
Der Zugang zu qualifikationsgerechter Beschäftigung ist ein zentraler Hebel gelingender Integration, weil er Eigenständigkeit, Einkommen, soziale Vernetzung und gesellschaftliche Teilhabe stärkt und zugleich Fachkräftepotenziale für die lokale Wirtschaft erschließt. Für Kommunen bedeutet dies, Informations- und Verwaltungswege so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten, Sprachbarrieren abzubauen und Beratungs- sowie Qualifizierungsangebote sichtbar miteinander zu verknüpfen.
Karlsruhe verfügt mit AniKA („Ankommen in Karlsruhe") bereits über eine digitale Infrastruktur, die zentrale Informationen zu Wohnen, Sprache, Bildung und Arbeit bündelt und in vierzehn Sprachen übersetzt wird.
Um dieses Potenzial noch wirksamer auszuschöpfen, soll AniKa zur klar geführten Einstiegstür in Beschäftigung und Verwaltung ausgebaut werden: Inhalte zu Arbeit, Qualifizierung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Bewerbung, Beratung und Selbstständigkeit werden gezielt erweitert, nutzerfreundlicher strukturiert und alle zuständigen Stellen und benötigten Unterlagen gut sichtbar verknüpft.
Damit die Inhalte nicht nur vorhanden, sondern wirksam sind, wird AniKA zugleich zur Kooperations- und Kommunikationsdrehscheibe ausgebaut: Durch die verbindliche Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren - insbesondere Jobcenter Karlsruhe, KIT, TechnologieRegion Karlsruhe, CyberForum und MitMachZentrale - werden Beratung, Qualifizierung, Matching und Veranstaltungen sichtbar verknüpft.
Eine zielgruppengerechte mehrsprachige Öffentlichkeitsarbeit stellt sicher, dass die Zielgruppen AniKa tatsächlich nutzen. Zur lernenden Steuerung werden einfache Kennzahlen erhoben (z. B. Nutzungs- und Downloadzahlen nach Sprache, Suchbegriffe, Fehler- und Nachforderungsquoten, Rückmeldungen aus Beratungsstellen) und nach einem Jahr im zuständigen Ausschuss ausgewertet.
Insgesamt nutzt Karlsruhe damit bestehende digitale Strukturen ressourcenschonend, verbindet Integrations- und Verwaltungsmodernisierung, schafft mehr Chancengerechtigkeit durch Sprach- und Zugangssicherheit und stärkt zugleich Wirtschaft, Teilhabe und Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft.
Eine Klärung der Summe konnte nicht mehr rechtzeitig mit dem IBZ erreicht werden, daher lassen wir den Bereich oben leer, schätzen aber auf 5.000-10.000 €.
Unterzeichnet von:
- Kien Nguyen
- Adina Geißinger
- Fabian Gaukel