| Kategorie | Details |
|---|---|
| Seite im HH-Plan | S. 221 |
| Teilhaushalt | 4100 |
| Ergebnishaushalt | 2810-410 Sonstige Kulturpflege |
| Finanzhaushalt | - |
Änderungen und neue Mittelanmeldungen
| Art | 2026 | 2027 | 2028 | 2029 | 2030 |
|---|---|---|---|---|---|
| Transferaufwendungen Runder Tisch zur kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit | 25.000 € | 25.000 € | 25.000 € | 25.000 € | 25.000 € |
Antrag
- Die Projektförderung für den Runden Tisch zur kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit (RT ARAD) wird in unveränderter Höhe fortgeführt.
Sachverhalt und Begründung
Der Runde Tisch zur kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit (RT ARAD) bündelt die städtische Koordination und die ämter- sowie sektorübergreifende Vernetzung von Verwaltung, Zivilgesellschaft, Kultur und Bildung zu diesen wichtigen Themen. Er gewährleistet, dass lokale Expertise, Bedarfe und Maßnahmen systematisch zusammengeführt werden, und dient als Strukturträger für die praktische Umsetzung des städtischen Leitbilds gegen Rassismus und Diskriminierung. Damit bildet er die notwendige Infrastruktur, in der u. a. auch die IWgR verlässlich andocken und ihre Wirkung entfalten können.
Relevanz in der heutigen Zeit
Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Flucht- und Migrationsbewegungen und zunehmende gesellschaftliche Spaltungen und rechtsextreme Tendenzen aufeinandertreffen, sind Initiativen wie der Runde Tisch zur kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit relevanter denn je.
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Sie stärken das Bewusstsein dafür, dass Rassismus und Diskriminierung keine Randthemen sind, sondern zentrale Themen einer offenen, demokratischen Gesellschaft.
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Sie bieten Räume für Begegnung, Austausch und Reflexion - in einer Zeit, in der Begegnung zunehmend durch digitale Medien ersetzt wird und persönliche Erfahrungen von Vielfalt und Mitmenschlichkeit wichtiger sind denn je.
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Sie fördern aktive Zivilgesellschaft: Wer teilnimmt, engagiert sich, übernimmt Verantwortung und prägt das gesellschaftliche Klima mit. In Zeiten, in denen Populismus, Intoleranz und Rassismuserfahrungen zunehmen, bekommt das Programm eine zusätzliche Bedeutung.
Folgen einer Kürzung
Eine Kürzung der Förderung würde nicht nur das bestehende Angebot erheblich einschränken, sondern würde auch das Signal senden, dass die Stadt Karlsruhe nicht mehr bereit sei, sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen. In Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen wäre dies fatal und stünde im Widerspruch zu den Zielen einer offenen, solidarischen Stadtgesellschaft.
Unterzeichnet von:
Volt Fraktion:
- Kien Nguyen
- Adina Geißinger
- Fabian Gaukel